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Über eine Zeitspanne von rund vierzig Jahren wird hier Werk und Wirkung von Alesch
Vital umfassend dargestellt. Künstlerisches Schaffen, Aktionen, Editionen und Familie
sind die Leitthemen und sie sind zugleich würzige Ingredienzien: bellas ouvras e bunas
acziuns. Der Agrartist wird portraitiert, skizziert, eingekreist, befragt und auch zitiert.
Das Werk ist in Bildern festgehalten.
Doch die Bildwelt steht nicht für sich allein; sie ist in dem Kontext eingebettet, der sie
mitbestimmt: Kultur, Gesellschaftspolitik und Landwirtschaft. Diese drei Wirkungskräfte
beschreiben pointierte Autorentexte und illustrierende Presseberichte. Es wird berichtet
und kommentiert und es wird erzählt: über Erlebnisse und Ereignisse, über Mühsal und
Leichtigkeit, über Hindernisse und Hilfeleistung. Und: in Mahnreden und Ansprachen
kommt auch der Agrartist zu Wort.
Diese lebendig-bunte und facettenreiche Vielfalt von Wort und Bild verbindet die
Gestaltung zu einer formalen Einheit, und bringt sie in eine übersichtliche Gesamtheit.
Eine Einteilung in thematische Kapitel wäre eine aufgezwängte Ordnung. So ist die
Zeitachse die beste Richtschnur und die chronologische Abfolge steht stellvertretend
für ein Inhaltsverzeichnis. Vorne, zu Beginn steht das Jetzt, so wie das Alesch Vital
entspricht wir blättern also zurück.
Andreas Farner-Tobler
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